Holzpellet-Preisprognose 2026

Volle Transparenz: Eine KI-gestützte Marktanalyse basierend auf den echten Daten von CARMEN e.V., DEPI, BDEW und dem Deutschen Wetterdienst.

Keine Blackbox: So berechnet der Algorithmus den Preis

Unsere Prognose für 2026 wirft nicht einfach nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern kombiniert acht logische Bausteine, die das echte Verhalten von Angebot, Nachfrage und Klima in Deutschland simulieren. Hier erklären wir Ihnen jeden einzelnen Parameter ganz genau:

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1. Der 10-Jahres-Trend

(Lineare Regression ab 2015)

Wir ziehen eine mathematische Linie durch die Preisentwicklung des letzten Jahrzehnts. Wichtig: Die extreme Preisexlosion der Energiekrise (2022/2023) haben wir dem Algorithmus "verboten", damit diese absolute Ausnahmesituation die normale Trendlinie für die Zukunft nicht verfälscht.

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2. Das Sommerloch

(Historische Saisonalität)

Pellets sind im Sommer günstiger als im Winter. Das Modell berechnet aus über 20 Jahren Marktdaten genau, in welchem Monat der Preis statistisch gesehen wie weit vom Jahresdurchschnitt abweicht, und legt diese Wellenbewegung über die Trendlinie.

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3. Das neue Preis-Fundament

("New Normal" Faktor)

Warum sehen wir keine 250 € pro Tonne mehr? Lohnkosten, Strom für die Pressen und Speditionstarife sind stark gestiegen. Das Modell hebt die alte Trendlinie daher strukturell um einen festen Puffer (+45 €) an. Dies bildet den neuen, realistischen Markt-Boden.

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4. Der Gummiband-Effekt

(Mean Reversion)

Im Februar 2026 war der Preis mit ca. 440 € sehr hoch. Das Modell simuliert, wie sich diese aktuelle "Überhitzung" entspannt: Wie ein losgelassenes Gummiband zieht es den Preis zwischen März und Juni Monat für Monat zurück auf das günstigere Normalniveau.

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5. Der "Leere-Silos"-Effekt

(Restocking nach Kalt-Winter)

Der Winter 25/26 war deutlich kälter als das Vorjahr. Das heißt: Die Vorratssilos in den Kellern sind leer. Wenn alle Haushalte im Frühjahr nachbestellen, stützt das den Preis. Wir haben hierfür ca. 18 € "Stütze" im Sommerloch einkalkuliert.

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6. Dauerhaft mehr Abnehmer

(Anlagen-Wachstum)

Es gibt in Deutschland mittlerweile schätzungsweise 760.000 Pelletheizungen – ein Zuwachs von über 4 % zum Vorjahr. Mehr hungrige Heizungen bedeuten eine höhere, stetige Grundnachfrage. Das Modell rechnet dies als leichten Preisaufschlag auf das gesamte Jahr an.

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7. Die Konkurrenz ist teuer

(Substitutions-Preisanker)

Pellets kosten aktuell ca. 7 ct/kWh, während Gas oft über 11 ct und Wärmepumpenstrom um die 28 ct kosten. Weil Pellets ohnehin konkurrenzlos günstig sind, gibt es für Händler keinen Druck, die Preise mit extremen Rabatten noch weiter zu senken.

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8. Winter-Risiko 26/27

(Witterungs-Vorsorge)

Die Prognose blickt auch auf den Jahresabschluss. Ab Oktober baut der Algorithmus automatisch einen kleinen "Risiko-Puffer" (ca. 8 €) ein. Dieser simuliert die steigende Nervosität der Spät-Einkäufer, sobald die Temperaturen wieder sinken.

Detailansicht: Realistisches Sommerloch 2026

Jan-Feb (Ist-Werte CSV), Mär-Dez (Die errechnete Prognose aus den 8 Bausteinen)

Baustein 7: Energiepreis-Vergleich (ct/kWh)

Der Preisanker (Quelle: Schätzwerte BDEW / DEPI)

Baustein 6: Anlagenbestand vs. Produktion

Höhere Grundlast durch mehr Heizungen (Quellen: DEPI, Bioenergy Europe)

Baustein 5: Winter-Temperaturindex (°C)

Ø Temperatur Dez-Feb in DE (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Gesamthistorie & Prognose (5t in €)

Langfristige Übersicht von 2005 bis Ende 2026

Baustein 2: Das typische Jahr (Saisonalität)

Ø Preis pro Monat, bereinigt um die Krisenjahre 2022/2023